Ein Märchen, das um die Welt ging

Ein Märchen, das um die Welt ging

Der Oktober 2019 wird in Linz unvergessen bleiben. Coco Gauff, gerade 15 Jahre alt, als eines der größten Talente weitweit gehandelt und als „Lucky Loserin“ ins Hauptfeld gerückt, gewann sensationell den Titel in der Donaustadt.

In einem packenden Finale besiegte die US-Amerikanerin Jelena Ostapenko und schrieb damit Tennisgeschichte. Gauff war die jüngste Turniersiegerin der Historie seit Nicole Vaidisova (Tschechien) im Jahr 2005. Es war der Anfang einer kometenhaften Karriere – frei nach dem beliebten Motto „In Linz beginnt´s“

Als Weltranglisten-110. war Gauff nach Linz gereist und verloir im Qualifikations-Finale gegen die Deutsche Tamara Korpatsch. Weil die Griechin Maria Sakkari aber wegen einer Verletzung absagen musste, bekam Gauff ihre zweite Chance und nutzte sie. „Ich bin überwältigt und schockiert“, sagte Gauff bei der anschließenden Pressekonferenz, nachdem zuvor auf dem Platz bei ihr und ihrer Familie durchaus ein paar Tränen flossen.

Von diesem Tag an ging es für Gauff steil bergauf. Heute kann das „Wunderkind“ schon zwei Grand-Slam-Titel vorzeigen: Sie hielt bei den US Open 2023 vor heimischem Publikum in New York dem großen Druck der Öffentlichkeit stand und triumphierte genauso wie bei den French Open 2025. Ein Jahr zuvor gewann sie die WTA-Finals in Riyadh.

Das Linzer WTA-Turnier, bei dem sie übrigens zum ersten Mal in ihrem Leben eine „Players Party“ besuchte, wird dabei immer einen besonderen Platz haben. Mal wieder hat eine Weltkarriere in Oberösterreich ihren Anfang genommen.