Multitasking der Spitzenklasse

Multitasking der Spitzenklasse

Das Leben schreibt manchmal die schönsten Geschichten: Als eine der ersten Mütter auf der Tour kehrte die Sybille Bammer ein Jahr nach der Geburt ihrer Tochter Tina im Jahr 2001 wieder auf den Tennisplatz zurück und erlebte die erfolgreichste Zeit ihrer Tenniskarriere. „Bille“ Bammer gewann gegen Weltstars wie Serena Williams, und schaffte den Einzug in die Top20 im WTA-Ranking – als Mama spielte sie ihr bestes Tennis.

Und zuhause war es sowieso immer am schönsten! Die gebürtige Linzerin fieberte ihrem Heimturnier, bei dem sie insgesamt neunmal am Start war, immer besonders entgegen und feierte im Jahr 2005 ihren größten Erfolg, als sie den Sprung unter die besten Acht schaffte und im Viertelfinale erst nach großem Kampf gegen Nadja Petrova verlor.

„Ich habe nach der Geburt meiner Tochter erkannt, dass das meine letzte Chance ist. Ich wollte nach der Geburt gar nicht mehr anfangen. Aber mein Lebensgefährte meinte: „Du bist erst 21 Jahre alt, probiere es noch einmal.“ Er hat an mich geglaubt – und ich habe alles gegeben“, meinte Bammer in einem Interview mit „Die Presse“ zu ihrem Karriereende beim Turnier in Bad Gastein, das ebenfalls von Sandra Reichel und ihrem Team organisiert wurde, im Jahr 2011.

Sybille Bammer – eine Linzerin als Vorbild und Inspiration. Sie hat als eine der ersten gezeigt, wie sich Mutterschaft und Leistungssport kombinieren lassen.