Arabella Koller

Kurzes Linz-Gastspiel der Jungstars Koller und Kostic

Sinja Kraus bleibt die einzige östereichische Hoffnung beim Upper Austria Ladies Linz, sie trifft in Runde eins am Dienstag auf die Französin Carla Burel.

Die Landsfrauen von Kraus, Tamara Kostic und Arabella Koller, waren beide in ihren Qualifikationsmatches am Sonntag leider chancenlos.

Die Wienerin Kostic verkaufte sich bei ihrer Premiere auf der WTA-Tour gegen Clara Tauson teuer, sie gewann immerhin vier Spiele gegen den 21-jährigen dänischen Jungstar.  Danach war Kostic, die am Montag ihren 18. Geburtstag feiert, glücklich und dankbar, in Linz dabei gewesen zu sein. „Es ist immer schön, ein Heimturnier zu spielen. Ich bin jedenfalls stolz auf meine Leistung, Danke für eure Unterstützung, das hat mir sehr geholfen“, zog Kostic zufrieden Bilanz über das 2:6 und 2:6.

Die 23-jährige Koller, die im Vorfeld die „Young Ladies Wildcard-Challenge“ gewonnen hatte, holte dagegen nicht ein Game gegen Erika Andreeva. Die Salzburgerin hatte gegen das druckvolle Service ihrer Gegnerin keine Chance, verlor beide Durchgänge jeweils mit 0:6.

Schwerarbeit über drei Sätze musste Linz-Stammgast Anna-Lena Friedsam leisten. Die Deutsche, sie war in Linz 2014 im Semifinale und 2015 gar im Endspiel gestanden, wurde im ersten Satz von der in der Qualifikation topgesetzten Greet Minnen aus Belgien mit 2:6 fast überrollt, fand erst langsam ins Spiel und sicherte sich die Durchgänge zwei und drei mit 7:6 (4) und 6:4.

Auch Friedsams Landsfrauen Jule Niemeier und Ella Seidel übersprangen jeweils die erste Qualifikationshürde. Niemeier setzte sich mit 7:6 (7) und 6:2 gegen die Britin Harriet Dart durch. Die erst 18-jährige Hamburgerin Seidel bezwang sensationell Magdalena Frech aus Polen, die Nummer 51 der Tenniswelt.
 
Alycia Parks hatte dagegen keinen guten Abend erwischt. Nach anfänglich überzeugendem Spiel bekam die 23-Jährige aus Atlanta, Georgia, gesundheitliche Probleme, musste Satz zwei fast kampflos abgeben und unterlag letztlich der Italienerin Lucrezia Stefanini in zweieinhalb Stunden mit 7:5, 1:6 und 4:6. Auch 13 Asse halfen Parks nicht weiter, Stefanini hielt mit enormer Laufarbeit und solidem Grundlinienspiel erfolgreich dagegen.

Der Spielbetrieb am Montag im Design Center Linz startet um 11 Uhr mit den Qualifikationsendspielen. Die erste Begegnung im Hauptbewerb bestreiten nicht vor 14 Uhr die Italienerin Martina Trevisan und Anastasia Pavlyuchenkova, die Linz-Siegerin von 2015.